Musikethnologie
Die Musikethnologie begreift sich als kultur- und sozialwissenschaftliche Disziplin, die „Musik“ als integralen Bestandteil kultureller Praxis betrachtet. Die Vermittlung von Bedeutungen lässt sich dabei nicht alleine an den Formen und Strukturen musikalischer Phänomene festmachen, sondern ist gleichzeitig an über sie hinausgehende soziale Diskurse und Strukturen geknüpft.
Ein besonderes Charakteristikum der Musikethnologie ist ihre breite regionale, mithin globale Ausrichtung, die ihr ermöglicht, musikalische Phänomene sowie die kulturellen und sozialen Prozesse, in die diese eingebunden sind, auch über große geographische Distanzen und in unterschiedlichen Zeiträumen zu beschreiben. Damit verfügt sie über ein geeignetes methodisches und theoretisches Instrumentarium, um sich der vielleicht größten, aber auch interessantesten Herausforderung der musikalischen Gegenwart zu stellen, und zwar der unter dem Schlagwort der Globalisierung subsumierten zunehmenden Mobilität von Menschen, kulturellen Formen, Bildern, Klängen, Ideologien und den daraus resultierenden gesellschaftlichen und kulturellen Prozessen.
Absolvent*innen arbeiten im Kultur- und Veranstaltungssektor, in verschiedensten Medienberufen (z.B. als Musikjornalist*innen), im interkulturellen Bildungsbereich sowie in der akademischen Forschung und Lehre.
Es besteht eine Kooperation mit dem 2009 gegründeten Center for World Music (CWM) in Hildesheim.
Mehr Informationen
Ansprechpartner
Prof. Dr. Michael Fuhr
Professor für Musikethnologie
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Musikwissenschaftliches Institut
Neues Haus 1, 30175 Hannover
Zuletzt bearbeitet: 09.06.2026
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